Finden Sie in fünf Minuten heraus, wie ausgeprägt Ihre Alexithymie ist — und was Sie im Alltag die meiste Energie kostet.
Psychologisch geprüft von M.Sc. Psych. Nazim Venutti · Letzte Aktualisierung: September 2026
Alexithymie, auch „Gefühlsblindheit“ genannt, beschreibt die Schwierigkeit, die eigenen Gefühle zu erkennen und zu benennen. Sie ist häufiger, als viele denken: Studien schätzen, dass etwa jeder zehnte Mensch eine ausgeprägte Alexithymie hat.
Alexithymie ist keine Diagnose, lässt sich aber gut mit Fragebögen erfassen. Ein guter Selbsttest ist damit der direkteste Weg, herauszufinden, wie Sie Ihre Gefühle wahrnehmen.






Viele halten Alexithymie für Gefühlskälte. Tatsächlich haben Menschen mit Alexithymie Gefühle, oft sogar starke — sie nehmen sie aber vor allem als diffuse Körperempfindungen wahr, z. B. als Anspannung, Herzklopfen oder Müdigkeit. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „keine Worte für Gefühle“. Alexithymie kommt häufig bei autistischen Menschen und bei Menschen mit ADHS vor, aber auch für sich allein. Viele Erwachsene erkennen dieses Muster erst Jahre später.
Das ZNI wertet Ihre Antworten auf sieben Skalen aus. Alexithymie wird dabei ganz direkt als eigene Skala gemessen.
Alexithymie
Diese Skala erfasst, wie leicht Sie erkennen, was Sie fühlen, und es in Worte fassen können. Sie merken vielleicht, dass etwas nicht stimmt, bevor Sie wissen, was es ist; oder Sie geraten ins Stocken, wenn jemand fragt, wie es Ihnen geht. Über Fakten zu sprechen fällt Ihnen womöglich leichter als über Gefühle.
Die übrigen sechs Skalen (Hochsensibilität, Monotropismus, Kinetisch-kognitiver Lernstil, Emotionale Überwältigung, Camouflagieren und Selbstkritik) werden mit ausgewertet, denn Alexithymie steht selten allein. In den Daten des ZNI hängt sie mit allen sechs übrigen Bereichen zusammen: am stärksten mit Camouflagieren und deutlich auch mit den Mustern, die mit Autismus und ADHS assoziiert sind. Erst im Gesamtbild wird sichtbar, was Ihren Alltag wirklich prägt.
Der kostenlose Selbsttest besteht aus 60 Aussagen. Bei jeder geben Sie an, wie sehr sie auf Sie zutrifft, von „trifft gar nicht zu“ bis „trifft voll zu“. Das dauert etwa fünf Minuten. Das ZNI wurde bereits über 150.000 Mal auf der ganzen Welt ausgefüllt, in sieben Sprachen.
Beantworten Sie die Aussagen intuitiv — es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Nach der letzten Aussage geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen sechsstelligen Code ein und sehen dann Ihr Ergebnis. Sie können den Test so oft wiederholen, wie Sie möchten.
Dieser Test ist für Erwachsene, die Muster wie diese an sich kennen: Gefühle schwer benennen können, Gefühle vor allem als Körperempfindungen spüren, bei der Frage „Wie geht es dir?“ ins Stocken geraten oder sich lieber an Fakten als an Gefühlen orientieren. Er ist für Menschen gemacht, die den Begriff Alexithymie schon lange kennen, und für Menschen, die gerade zum ersten Mal davon hören. Für Kinder ist er nicht wissenschaftlich validiert, für Erwachsene schon.
Ihr kostenloses Ergebnis zeigt vier Dinge:
Je höher der Wert in einem Bereich, desto stärker passen Ihre Antworten zu diesem Muster. Wenn Sie weitergehen möchten, gibt es das vollständige Neuroprofil als optionales Angebot: Es benennt jede Ursache und erklärt Ihr Profil im Ganzen, auf ca. 40–60 Seiten, anhand Ihrer Antworten.
Das ZNI wurde an der Toronto-Alexithymie-Skala (TAS-20) validiert, dem bekanntesten Fragebogen zur Alexithymie.
Die Ergebnisse sind außerdem stabil. Wer den Test Wochen später wiederholt, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Alle Zahlen stehen in der technischen Dokumentation.
Das ZNI ist ein sehr beliebter und effektiver Test, hat aber wie jeder Selbsttest seine Grenzen:
Bei Alexithymie ist der wichtigste nächste Schritt, Gefühle bewusster wahrzunehmen. Das gelingt am besten mit einem System, wie z. B. dem Eigenraum-Ansatz. Auch ein Gefühlsstern oder eine Karte der Gefühle kann initial helfen. Wenn Ihre Alexithymie Sie stark belastet, kann ein Gespräch mit einer Fachperson helfen. Diese muss keine Psychotherapeutin oder Psychotherapeut sein, denn Alexithymie ist keine diagnostizierbare psychische Störung. Nehmen Sie Ihr Ergebnis bzw. Ihr Neuroprofil mit.
Wie andere Alexithymie-Tests erfasst dieser Test, wie stark Alexithymie bei Ihnen ausgeprägt ist. Nur ist er dafür besser geprüft als die meisten Alexithymie-Tests im Netz: an der Toronto-Alexithymie-Skala (TAS-20). Und er geht weiter: Dazu wertet er sechs weitere Bereiche aus, die Ihren Alltag prägen, von Hochsensibilität bis zu den Skalen, die mit Autismus und ADHS assoziiert sind.
Grundlage des Tests
Das ZNI wurde am Zensitively Institut unter der Leitung des klinischen Psychologen Nazim Venutti entwickelt; die 60 Aussagen sind selbst formuliert. Es baut auf etablierten Forschungsfragebögen auf, für Alexithymie auf der Toronto-Alexithymie-Skala (TAS-20). Statt Diagnosekriterien abzufragen, zeigt der Test, wie stark jedes Muster in Ihren Antworten vorkommt.

ist Klinischer Psychologe und Gründer von Zensitively. Er hat sich auf Neurodiversität spezialisiert – insbesondere ADHS, Autismus und Hochsensibilität – und das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI) entwickelt, dessen Gütekriterien in einer technischen Dokumentation veröffentlicht sind. Als selbst neurodivergenter Mensch verbindet er klinische Expertise mit einer Perspektive aus Innen heraus. Mehr über den Autor
Oft sachlich, wenn es um Gefühle geht. Viele sprechen lieber über Fakten und Erlebnisse als darüber, wie es ihnen damit geht. Auf die Frage, wie sie sich fühlen, antworten sie womöglich mit „gut“ oder „weiß nicht“. Das wirkt nach außen manchmal kühl, obwohl innen viel passiert.
Ja. Menschen mit Alexithymie haben Gefühle und können tief lieben. Schwer fällt ihnen oft, diese Gefühle zu erkennen und in Worte zu fassen — viele zeigen Zuneigung deshalb eher durch Taten als durch Worte.
An wiederkehrenden Mustern: Sie merken, dass etwas nicht stimmt, wissen aber nicht, was Sie fühlen. Gefühle zeigen sich eher als Anspannung, Herzklopfen oder Müdigkeit. Und die Frage, wie es Ihnen geht, ist schwer zu beantworten. Ein Selbsttest wie dieser zeigt, wie stark diese Muster bei Ihnen ausgeprägt sind.
Nein. Alexithymie beschreibt die Schwierigkeit, Gefühle zu erkennen und zu benennen. Autismus umfasst mehr: wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und soziale Kommunikation funktionieren. Viele autistische Menschen sind auch alexithym, aber Alexithymie kommt auch ohne Autismus vor. Deshalb erfasst dieser Test Alexithymie gemeinsam mit den Skalen, die mit Autismus assoziiert sind.
Der Alexithymie-Test dauert etwa 5 Minuten. Er besteht aus kurzen Aussagen, die Sie intuitiv beantworten können — es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.
Direkt nach Abschluss erhalten Sie Ihr persönliches Neuroprofil, in dem Ihre Alexithymie gemeinsam mit den übrigen Bereichen ausgewertet wird.
Ja, der Alexithymie-Test ist vollständig kostenlos. Sie benötigen lediglich eine E-Mail-Adresse, an die wir Ihnen einen sechsstelligen Code schicken. Nach der Eingabe sehen Sie sofort Ihr Ergebnis.
Es gibt keine versteckten Kosten und keine Verpflichtung. Der Test wird von Zensitively selbst finanziert.
Nein. Alexithymie ist keine psychische Störung, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal, das unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.
Erfassen lässt sie sich deshalb mit psychometrischen Fragebögen, etwa der Toronto-Alexithymie-Skala (TAS-20) oder der Skala Alexithymie des ZNI. Der Test zeigt Ihnen Ihre Ausprägung im Zusammenhang mit den übrigen Skalen.
Ja. Ihre Antworten werden nach der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verschlüsselt gespeichert und niemals an Dritte verkauft oder weitergegeben.
Alexithymie überschneidet sich deutlich mit Mustern, die mit Autismus und ADHS assoziiert sind. In den Daten des ZNI hängt sie mit Monotropismus und dem Kinetisch-kognitiven Lernstil zusammen, am stärksten aber mit Camouflagieren.
Ein reiner Alexithymie-Test kann diese Überschneidungen nicht zeigen. Dieser Test erfasst Alexithymie gemeinsam mit Skalen, die mit Autismus und ADHS assoziiert sind, sowie mit Hochsensibilität, Camouflagieren und Emotionaler Überwältigung (assoziiert mit RSD).
So erfahren Sie nicht nur, wie ausgeprägt Ihre Alexithymie ist, sondern auch, was sonst noch zu Ihrem Erleben beiträgt.
Das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI) ist ein eigener Fragebogen mit 60 Aussagen und sieben Skalen; die Skala Alexithymie wurde an der Toronto-Alexithymie-Skala (TAS-20) geprüft und stimmt eng mit ihr überein.
Verglichen werden Ihre Werte mit denen vieler Erwachsener, die das ZNI aus eigenem Antrieb ausgefüllt haben. Insgesamt wurde es bereits über 150.000 Mal beantwortet, in sieben Sprachen. Alle Zahlen stehen in der technischen Dokumentation.
Alexithymie ist keine Krankheit, die man heilt — aber viele Menschen lernen, ihre Gefühle besser wahrzunehmen und zu benennen.
Am besten gelingt das mit einem System wie dem Eigenraum-Ansatz. Für den Anfang können auch ein Gefühlsstern oder eine Karte der Gefühle helfen. Wenn es Sie sehr belastet, kann eine Fachperson Sie begleiten.
Gefühlsblindheit ist ein anderes Wort für Alexithymie: die Schwierigkeit, eigene Gefühle zu erkennen und zu benennen.
Das Wort ist irreführend, denn gefühlsblind heißt nicht gefühllos. Menschen mit Alexithymie haben Gefühle — oft sogar starke —, sie können sie nur schwer einordnen.
Mit Menschen, die das ZNI aus eigenem Anlass gesucht haben, nicht mit der Allgemeinbevölkerung.