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Kostenloser Selbsttest für Erwachsene

Neurodivergenz Test: ADHS, Autismus und Hochsensibilität

Finden Sie in fünf Minuten heraus, wie ausgeprägt Ihre Neurodivergenz ist — und was Sie im Alltag die meiste Energie kostet.

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Psychologisch geprüft von M.Sc. Psych. Nazim Venutti · Letzte Aktualisierung: September 2026

Der Test ist ein erster Schritt, um den eigenen Neurotyp besser zu verstehen und sowohl Entwicklungspotenziale als auch Herausforderungen zu erkennen.

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ADHS Deutschland
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Warum dieser Test?

Viele Erwachsene spüren seit Jahren, dass etwas nicht zu den üblichen Erwartungen passt: Hohe Sensibilität im Alltag, das Gefühl, anders zu fokussieren als andere, intensive Emotionen, wiederkehrende Erschöpfung.

Dieser Test gibt Ihnen eine Orientierungssprache. Er übersetzt Ihre Erlebnisse in nachvollziehbare Dimensionen und zeigt, wo sich Hochsensibilität und Muster, die mit ADHS und Autismus assoziiert sind, überschneiden – und wo sie sich unterscheiden. Das Ergebnis ersetzt keine Diagnose, hilft aber, Ihr Erleben zu sortieren und einen Eindruck über die Grundlagen der eigenen Neurodivergenz zu bekommen.

Neurodivergenz Symptome

Neurodivergenz geht mit einer Reihe von körperlichen, psychologischen, aber auch sozioökonomischen Symptomen einher, von denen viele sowohl klinisch als auch subklinisch sein können.

Kieran Rose beschreibt Neurodivergenz als eine Art zu kommunizieren, Informationen zu verarbeiten, wahrzunehmen, sich zu bewegen und mit anderen umzugehen, die in vielerlei Hinsicht von dem abweicht, was als „typisch“ gilt (Rose, 2024). Amy Pearson und Kieran Rose (2021) zeigen, dass Menschen, deren Art zu sein als abweichend markiert wird, Stigma und Ausgrenzung erleben, und dass Maskieren eine naheliegende Antwort darauf ist.

In diesem Verständnis produziert Neurodivergenz selbst, im Vakuum, keine Symptome. Unserer Erfahrung nach können Menschen mit sehr ähnlicher Veranlagung ganz unterschiedliche Symptome haben.

Die Symptome entstehen aus unserer Sicht vor allem durch die negativen und invalidierenden Botschaften, die neurodivergente Menschen von Kindheit an erfahren. Der amerikanische ADHS-Experte William Dodson schätzt, dass ein Kind mit ADHS bis zum zehnten Lebensjahr rund 20.000 korrigierende oder negative Rückmeldungen mehr erhält als Gleichaltrige – von Eltern, Lehrern, Familienangehörigen und Freunden.

Diese negativen Botschaften können vielseitig verarbeitet werden. Sie können dazu führen, dass die eigene innere Welt verlassen wird (eine Art „tuning out“, was mit ADHS assoziiert sein kann), oder dass sich die Person in die eigene innere Welt zurückzieht (eine Art „tuning away“, typischerweise mit Autismus assoziiert). Beide Strategien schließen sich nicht aus. Menschen, die zwischen beiden Bewältigungsstrategien wechseln, bezeichnen sich auch häufig als AuDHD (eine Wortverbindung aus Autism and ADHD).

Das wohl größte Symptom von Neurodivergenz ist allerdings eines, das unsichtbar bleibt: das Maskieren. Maskieren beschreibt eine unbewusste Reaktion auf wiederholte Entwertung und Diskriminierung der dem Nervensystem ursprünglichen Art des Lernens, Fühlens, Denkens und Erlebens. Das Nervensystem versucht, diese negativen Botschaften und die dadurch verbundene Gefahr zu vermeiden, indem es sein Bestes tut, neurotypisch zu wirken.

Das Maskieren macht eine Diagnose und das Erkennen der Symptome bei Neurodivergenz so schwer. Es gibt aber Fragebögen, die das Maskieren selbst erfassen, etwa den CAT-Q (Hull u. a., 2019). Auch unser Test erfasst neben den mit ADHS und Autismus assoziierten Skalen das Camouflagieren als eigene Skala.

Das Maskieren selbst kann langfristig auch zu Symptomen führen, die, wenn sie unentdeckt bleiben und nicht adressiert werden, verheerende Folgen für die Person haben können. Zu den Symptomen zählen:

  • Burn-out (oft auch autistisches Burn-out genannt)
  • Probleme mit Konzentration und Priorisierung (exekutive Funktionen)
  • Schwierigkeiten, Emotionen zu identifizieren und zu benennen (Alexithymie)
  • Das Gefühl, nicht authentisch zu sein
  • Unmotiviertheit und Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Depressivität

Die eigene Neurodivergenz zu verstehen ist also wichtig, wenn solche Beschwerden vorliegen.

Bin ich neurodivergent?

Die meisten Menschen, die auf das Thema Neurodiversität und Neurodivergenz stoßen, fragen sich: Bin ich neurodivergent? Oft gehen dieser Frage Inhalte auf sozialen Medien, in Zeitschriften oder auch den Nachrichten voraus. Die Hoffnung ist groß, dass die Erkenntnis, neurodivergent zu sein, zu einer Klarheit darüber führt, wie bestimmte Symptome im Leben, wie z. B. Erschöpfung oder Konzentrationsschwierigkeiten, zustande kommen.

Neurodivergenz ist in der Tat echt und auch messbar.

Zum Beantworten der Frage ist keine Diagnose notwendig. Ein Arzt oder Psychotherapeut entscheidet nicht, ob Sie neurodivergent sind. ADHS, Autismus oder Tourette sind drei Beispiele von Neurodivergenz, die diagnostiziert werden, doch es gibt auch subklinische Ausprägungen oder andere Formen von Neurodivergenz, die wir nicht diagnostizieren können.

Medizinische und psychotherapeutische Diagnosen beruhen nämlich auf körperlichen und psychischen Erkrankungen – und Neurodivergenz ist an und für sich erst einmal keine Störung oder Erkrankung.

Ein direkter Weg, der Frage „Bin ich neurodivergent?“ nachzugehen, ist unser kostenloser Selbsttest für Neurodivergenz, das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI). Er wurde genau zu diesem Zweck entwickelt und über Jahre verfeinert. Er wurde bereits über 150.000 Mal auf der ganzen Welt ausgefüllt, in sieben Sprachen; seine Gütekriterien sind veröffentlicht.

Der Test erfasst sieben Skalen, darunter Hochsensibilität und Skalen, die mit ADHS und Autismus assoziiert sind, und hilft dabei, der Frage nach der eigenen Neurodivergenz nachzugehen.

Was dieser Test misst

Das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI) misst mit 60 Aussagen sieben Skalen: Hochsensibilität, Monotropismus, Kinetisch-kognitiver Lernstil, Alexithymie, Emotionale Überwältigung (assoziiert mit RSD), Camouflagieren und Selbstkritik. Daraus berechnet das Ergebnisdokument Ihr Neuroprofil: den Neurodivergenz-Score, das Belastungsprofil und die weiteren Darstellungen.

Verglichen werden Ihre Werte mit denen vieler Erwachsener, die das ZNI aus eigenem Antrieb ausgefüllt haben. Alle Zahlen stehen in der Technischen Dokumentation des ZNI.

Menschen, die das Inventar ausfüllen, erhalten einen umfassenden Blick auf verschiedene Aspekte ihres Erlebens und können Symptome und Erfahrungen besser einordnen.

Gerade wenn die Vermutung besteht, dass mehrere Bereiche von Neurodivergenz gleichzeitig vorliegen könnten, ist der Vorteil eines Tests, der diese erfasst, noch größer und nicht abbildbar über Einzeltests.

Es ist also nicht empfehlenswert, einzelne Tests für ADHS, Autismus usw. zusammenzunehmen und innerlich zu „addieren“. Denn die Gesamterfahrung ist mehr als die Summe der Einzelteile.

Das ZNI ist keine Diagnose, stellt keine Krankheit oder Störung fest und gibt keinen Therapieplan vor. Es ist neuroaffirmierend: Der Neurodivergenz-Score misst nicht, wie anders ein Mensch ist, sondern wie weit das eigene Erleben durch Neuronormativität diskriminiert wird.

Der Test wurde vom klinischen Psychologen Nazim Venutti 2017 entwickelt und seitdem mit statistischen Verfahren bei Zensitively überarbeitet und verfeinert. Venutti ist selbst neurodivergent und hat seine 14-jährige klinische Expertise in die Entwicklung eingebracht.

Autismus als Teil Ihres Neuroprofils

Dieser Neurodiversität-Test gibt Ihnen einen soliden ersten Eindruck über Ihre Neurodivergenz, einschließlich der Skalen Monotropismus und Camouflagieren, die mit Autismus (auch Autismus-Spektrum, Autismus-Spektrum-Störung oder Asperger genannt) assoziiert sind. Mehr Hintergrund zu Autismus finden Sie auf der Seite zu unserem Autismus-Test für Erwachsene. Ein wissenschaftlich orientierter Blick auf diese Muster kann helfen, eine nicht-pathologisierende (also nicht als Defizit betrachtende) Sicht auf sich selbst zu bekommen und sich besser zu verstehen.

Was Ihr Ergebnis über autistische Merkmale aussagt

Ihr Testergebnis zeigt Ihnen Ihre Werte auf den Skalen des ZNI, darunter Monotropismus und Camouflagieren, die mit Autismus assoziiert sind. Ein Wert sagt nichts darüber, ob eine Diagnose zutreffen würde. Hohe Werte weisen auf Bereiche hin, die Sie weiter erkunden könnten. Das Autismus-Spektrum ist vielfältig – von subtilen Besonderheiten bis zu deutlichen Unterschieden im Erleben und Verhalten. Sie können das Ergebnis als Ausgangspunkt für weitere Selbstreflexion und persönliche Entwicklung nutzen.

ADHS im Gesamtbild der Neurodivergenz

Dieser Neurodiversitätstest erfasst auch den Kinetisch-kognitiven Lernstil, der mit ADHS assoziiert ist, und Emotionale Überwältigung, die mit RSD (Rejection Sensitive Dysphoria) assoziiert ist. Mehr Hintergrund zu ADHS finden Sie auf der Seite zu unserem ADHS-Test für Erwachsene.

Was Ihr Neuroprofil über ADHS-Muster zeigt

ADHS-Muster stehen selten für sich allein. Das gesamte Neuroprofil stellt Ihren Wert auf der Skala Kinetisch-kognitiver Lernstil neben Hochsensibilität, Alexithymie oder Camouflagieren und kann Ihnen so helfen, eigene Erklärungen für Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit oder Ablenkbarkeit zu finden. Der Begriff „ADHS“ beschreibt Symptome; mehr zu den Hintergründen lesen Sie auf der Seite zum → ADHS-Test für Erwachsene

Hochsensibilität und ihre Überschneidungen

Hochsensibilität (HSP - Highly Sensitive Person) betrifft nach Schätzung von Elaine Aron etwa 15 bis 20 % der Bevölkerung und ist unserer Ansicht nach möglicherweise die grundlegende Eigenschaft hinter vielen Mustern, die mit ADHS und Autismus assoziiert sind. Ein Neurodiversität-Test kann Aufschluss darüber geben, wie ausgeprägt Ihre Hochsensibilität ist und vor allem auch, wie Sie mit ihr umgehen. Mehr Hintergrund dazu bietet die Seite zum Hochsensibilität Test. Erfahrungsgemäß macht genau das den größten Unterschied, wenn es um Ausprägungen wie ADHS, Autismus, RSD und Alexithymie geht.

Neurodivergenz bei Frauen

Neurodivergenz bei Frauen ist ein zunehmend wichtiges Thema. Nach unserer Erfahrung sind die meisten Menschen, die sich für Neurodivergenz interessieren, Frauen.

Doch die Diagnosekriterien für viele Bereiche der Neurodivergenz haben noch immer Männer und die typische Ausprägung bei Männern als Referenz.

Das führt historisch gesehen zu einer Unterdiagnose bei Frauen, vor allem im Kindesalter, oder auch zu Fehldiagnosen, die verheerende Auswirkungen haben können.

Ein einfaches Beispiel dafür sind Spezialinteressen. Während Modelleisenbahnen oder das Sammeln und Kategorisieren von Objekten als Spezialinteressen erkannt wurden, hat man jahrzehntelang für Frauen typische Spezialinteressen übersehen. Dazu zählen zum Beispiel Tiere wie Hunde oder Pferde.

Ein weiteres Beispiel ist das Maskieren. Autistische Frauen maskieren im Durchschnitt stärker als autistische Männer (Hull u. a., 2020). Dadurch steigt auch die Wichtigkeit, das Maskieren in Tests eigens zu erfassen und Fragen (Items) so zu formulieren, dass sie auch die Wahrnehmung von Frauen abbilden.

Unser Test fragt nicht nach dem Geschlecht. Seine Aussagen fragen danach, wie Sie selbst Ihr Wahrnehmen, Fokussieren und Reagieren erleben, nicht danach, wie es von außen aussieht. Wie sich ADHS und Autismus bei Frauen häufig zeigen, lesen Sie auf den Seiten zum ADHS-Test und zum Autismus-Test.

Erwachsene & Diagnostik – wo kann man sich testen lassen?

Für eine offizielle Autismus-Diagnose wenden Sie sich an: Psychiatrische Praxen mit Schwerpunkt Autismus-Spektrum-Störungen, Autismus-Ambulanzen an Universitätskliniken, oder spezialisierte psychotherapeutische Praxen. Der Ablauf umfasst meist mehrere Termine mit Gesprächen, Tests und Fremdanamnese. Rechnen Sie mit Wartezeiten von mehreren Monaten. Nutzen Sie die Zeit für Selbstreflexion mit unserem Test. Überlegen Sie auch, was Sie mit einer Diagnose erreichen wollen: Man sagt nicht umsonst, „kennst du einen Autisten, kennst du einen Autisten“ - autistische Menschen sind alle sehr unterschiedlich.

Quellen

  • Zensitively (2026). Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI): Technische Dokumentation, Version 1.1. Zensitively GmbH, Hamburg. zensitively.com/neurodivergenz-inventar
  • Dodson, W. — Schätzung zur Zahl korrigierender und negativer Rückmeldungen, die Kinder mit ADHS bis zum zehnten Lebensjahr erhalten. Verbreitet über das ADDitude Magazine (https://www.additudemag.com/rejection-sensitive-dysphoria-adhd-symptom-test/); es handelt sich um eine Hochrechnung, nicht um eine peer-reviewte Studie.
  • Aron, E. N., & Aron, A. (1997). Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. Journal of Personality and Social Psychology, 73(2), 345–368.
  • Hull, L., Mandy, W., Lai, M.-C., Baron-Cohen, S., Allison, C., Smith, P., & Petrides, K. V. (2019). Development and Validation of the Camouflaging Autistic Traits Questionnaire (CAT-Q). Journal of Autism and Developmental Disorders, 49(3), 819–833.
  • Hull, L., Lai, M.-C., Baron-Cohen, S., Allison, C., Smith, P., Petrides, K. V., & Mandy, W. (2020). Gender differences in self-reported camouflaging in autistic and non-autistic adults. Autism, 24(2), 352–363. https://doi.org/10.1177/1362361319864804
  • Pearson, A., & Rose, K. (2021). A conceptual analysis of autistic masking: Understanding the narrative of stigma and the illusion of choice. Autism in Adulthood, 3(1), 52–60. https://doi.org/10.1089/aut.2020.0043
  • Rose, K. (2024, September 3). What is Neurodiversity? The Autistic Advocate. https://theautisticadvocate.com/what-is-neurodiversity-new/
  • Kessler, R. C., Adler, L., Ames, M., Demler, O., Faraone, S., Hiripi, E., Howes, M. J., Jin, R., Secnik, K., Spencer, T., Ustun, T. B., & Walters, E. E. (2005). The World Health Organization Adult ADHD Self-Report Scale (ASRS): a short screening scale for use in the general population. Psychological Medicine, 35(2), 245–256.
  • Baron-Cohen, S., Wheelwright, S., Skinner, R., Martin, J., & Clubley, E. (2001). The Autism-Spectrum Quotient (AQ): evidence from Asperger syndrome/high-functioning autism, males and females, scientists and mathematicians. Journal of Autism and Developmental Disorders, 31(1), 5–17.
  • Ritvo, R. A., Ritvo, E. R., Guthrie, D., Ritvo, M. J., Hufnagel, D. H., McMahon, W., Tonge, B., Mataix-Cols, D., Jassi, A., Attwood, T., & Eloff, J. (2011). The Ritvo Autism Asperger Diagnostic Scale-Revised (RAADS-R): a scale to assist the diagnosis of Autism Spectrum Disorder in adults. Journal of Autism and Developmental Disorders, 41(8), 1076–1089.
  • Bagby, R. M., Parker, J. D. A., & Taylor, G. J. (1994). The twenty-item Toronto Alexithymia Scale: I. Item selection and cross-validation of the factor structure. Journal of Psychosomatic Research, 38(1), 23–32.
Nazim Venutti, MSc Psych
Nazim Venutti, MSc Psych

ist Klinischer Psychologe und Gründer von Zensitively. Er hat sich auf Neurodiversität spezialisiert – insbesondere ADHS, Autismus und Hochsensibilität – und das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI) entwickelt, dessen Gütekriterien in einer technischen Dokumentation veröffentlicht sind. Als selbst neurodivergenter Mensch verbindet er klinische Expertise mit einer Perspektive aus Innen heraus. Mehr über den Autor

Häufig gestellte Fragen

Neurodivergenz ist keine Diagnose, und niemand muss sie amtlich feststellen. Kieran Rose beschreibt Neurodivergenz als eine Art zu kommunizieren, Informationen zu verarbeiten, wahrzunehmen, sich zu bewegen und mit anderen umzugehen, die in vielerlei Hinsicht von dem abweicht, was als „typisch“ gilt (Rose 2024). Manche Formen werden diagnostiziert, etwa ADHS oder Autismus; viele Menschen verstehen sich auch ohne Diagnose als neurodivergent.

Ein Weg, der Frage nachzugehen, ist ein psychometrischer Fragebogen. Das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI) beschreibt mit 60 Aussagen sieben Skalen, darunter Hochsensibilität und Skalen, die mit ADHS und Autismus assoziiert sind. Die Skalen messen zuverlässig und bleiben über Wochen stabil.

Der Neurodivergenz-Score des ZNI misst nicht, wie anders ein Mensch ist, sondern wie weit das eigene Erleben durch Neuronormativität diskriminiert wird: was Sie nach eigener Angabe für Ihr Erleben zahlen. Eine Diagnose stellt das ZNI nicht, und es ersetzt keine Abklärung.

Neurodivergent ist ein Sammelbegriff aus der Neurodiversitätsbewegung, keine medizinische Kategorie. Häufig genannt werden Autismus, ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie, Dyspraxie und das Tourette-Syndrom. Die Definition von Kieran Rose ist weiter gefasst: Sie beschreibt jede Art zu kommunizieren, zu verarbeiten, wahrzunehmen und sich zu bewegen, die deutlich von dem abweicht, was als „typisch“ gilt (Rose 2024). Ob Hochsensibilität dazugehört, wird unterschiedlich gesehen; das ZNI erfasst sie als eigene Skala.

Im einzelnen Menschen kommen diese Bereiche oft nicht getrennt vor. In den Daten des ZNI hängen alle sieben Skalen stark miteinander zusammen: Muster, die mit ADHS, Autismus, Hochsensibilität oder Alexithymie assoziiert sind, zeigen sich in denselben Antworten.

Einen Test, der Neurodivergenz diagnostiziert, gibt es nicht, weil Neurodivergenz keine Diagnose ist. Es gibt aber etablierte Fragebögen für einzelne Bereiche, etwa den ASRS für Merkmale von ADHS, den AQ und den RAADS-R für autistische Merkmale, die Highly Sensitive Person Scale für Hochsensibilität, die TAS-20 für Alexithymie und den CAT-Q für Camouflaging.

Das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI) fragt diese Bereiche in einem Durchgang ab: 60 Aussagen, sieben Skalen, etwa 5 Minuten, kostenlos. Fünf seiner Skalen stimmen eng mit den etablierten Fragebögen überein. Das Ergebnis zeigt alle Skalen nebeneinander, als Profil eines Menschen.

Der Test dauert etwa 5 Minuten. Er besteht aus mehreren kurzen Fragen, die Sie intuitiv beantworten können — es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.

Direkt nach Abschluss erhalten Sie Ihr persönliches Neuroprofil mit einer detaillierten Auswertung über verschiedene Dimensionen der Neurodiversität.

Ja, der Test ist vollständig kostenlos. Sie benötigen lediglich eine E-Mail-Adresse, an die wir Ihnen einen sechsstelligen Code schicken. Nach der Eingabe sehen Sie sofort Ihr Ergebnis.

Es gibt keine versteckten Kosten und keine Verpflichtung. Optionale Zusatzangebote wie das Vollständige Neuroprofil oder das E-Book werden Ihnen nach der Auswertung vorgestellt, sind aber nicht Voraussetzung für die Nutzung des Tests.

Nein, dieser Test stellt keine Diagnose. Er beantwortet eine andere Frage: wie Sie wahrnehmen, fokussieren und reagieren, und was Sie das im Alltag kostet.

Was der Test bietet, ist eine wissenschaftlich orientierte Selbsteinschätzung. Er zeigt Tendenzen und Muster auf, die Ihnen helfen können, Ihr eigenes Nervensystem besser zu verstehen — und dient vielen Menschen als wertvoller Ausgangspunkt für weitere Selbstreflexion oder ein Gespräch mit Fachleuten.

Ja, Ihre Daten werden vollständig vertraulich behandelt und nach der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geschützt. Ihre Antworten und Ergebnisse werden verschlüsselt gespeichert und niemals an Dritte verkauft oder weitergegeben.

Viele Muster, die mit ADHS, Autismus oder Hochsensibilität assoziiert werden, überschneiden sich erheblich. Ein isolierter Test für nur eine Dimension kann dieses Gesamtbild nicht zeigen.

Unser Test erfasst sieben Skalen gleichzeitig — darunter auch Alexithymie und Emotionale Überwältigung, die mit RSD (Rejection Sensitive Dysphoria) assoziiert ist. Beide prägen das tägliche Erleben vieler Menschen, werden in anderen Tests aber oft nicht berücksichtigt.

So erhalten Sie ein ganzheitliches Bild Ihres Nervensystems, statt nur einen Ausschnitt. Dieser breitere Blick hilft Ihnen, sich selbst besser zu verstehen — unabhängig davon, ob eine einzelne Diagnose zutrifft oder nicht.

Das Zensitively Neurodivergenz-Inventar (ZNI) ist ein eigener Fragebogen mit 60 Aussagen und sieben Skalen. Fünf der Skalen wurden an etablierten Fragebögen aus der Forschung geprüft (HSPS, Monotropism Questionnaire, CAARS, TAS-20, CAT-Q) und stimmen eng mit ihnen überein. Die Ergebnisse sind stabil, auch wenn der Test Wochen später wiederholt wird.

Verglichen werden Ihre Werte mit denen vieler Erwachsener, die das ZNI aus eigenem Antrieb ausgefüllt haben. Insgesamt wurde es bereits über 155.000 Mal beantwortet, in sieben Sprachen. Der Test wurde auch an Menschen mit Diagnose geprüft. Wer eine ADHS-Diagnose, eine Autismus-Diagnose oder beide hat, schneidet deutlich höher ab als Menschen ohne Diagnose. Was dieser Test zeigt, entspricht dem, was Fachleute diagnostizieren. Alle Zahlen, Stichproben und Grenzen stehen in der technischen Dokumentation (Version 1.1, September 2026).

Der Neurodiversität-Test erfasst Ihre Selbstwahrnehmung auf den sieben Skalen des Zensitively Neurodivergenz-Inventars (ZNI): Hochsensibilität, Monotropismus, Kinetisch-kognitiver Lernstil, Alexithymie, Emotionale Überwältigung (assoziiert mit RSD), Camouflagieren und Selbstkritik.

Anders als Tests, die nur in eine Richtung schauen, erfasst unser Test gleichzeitig Hochsensibilität, Skalen, die mit Autismus und ADHS assoziiert sind, und verwandte Bereiche wie Alexithymie und Emotionale Überwältigung. So erhalten Sie ein umfassendes Bild Ihres Neuroprofils.

Nach Abschluss des Tests erhalten Sie Ihr persönliches Neuroprofil — eine detaillierte Auswertung, die zeigt, wie stark verschiedene neurodivergente Dimensionen bei Ihnen ausgeprägt sind. Die Ergebnisse werden visuell aufbereitet und verständlich erklärt.

Ihr Neuroprofil zeigt Ihnen Tendenzen und Muster auf — keine Diagnose, sondern eine Einladung, Ihr eigenes Nervensystem besser kennenzulernen. Viele Menschen berichten, dass diese Einordnung ihnen hilft, jahrelange Muster endlich zu verstehen.

Mit Menschen, die das ZNI aus eigenem Anlass gesucht haben, nicht mit der Allgemeinbevölkerung.

Teil 1 – Frage 1 von 10
In mir passiert sehr viel.
Teil 1 – Frage 2 von 10
Ich leide darunter, wenn es viel Trubel gibt oder etwas viel Krach verursacht.
Teil 1 – Frage 3 von 10
Die Stimmungen anderer Menschen beeinflussen mich deutlich.
Teil 1 – Frage 4 von 10
Es fällt mir schwer, wenn viele Dinge gleichzeitig passieren.
Teil 1 – Frage 5 von 10
Ich reagiere sensibel auf Hitze, Lärm, Gerüche oder Stoffe am Körper.
Teil 1 – Frage 6 von 10
Ich nehme feine Nuancen in meiner Umwelt wahr, die andere übersehen.
Teil 1 – Frage 7 von 10
Musik in meinem Leben zu haben bedeutet mir viel.
Teil 1 – Frage 8 von 10
Ich brauche unbedingt Erholung, wenn ich merke, dass mein Nervensystem überreizt ist.
Teil 1 – Frage 9 von 10
Ich vermeide Gewalt in sozialen Medien, so gut ich kann.
Teil 1 – Frage 10 von 10
Starke Sinneseindrücke überfordern mich leicht.
Teil 2 – Frage 1 von 10
Es fällt mir oft schwer, das Thema zu wechseln, wenn ich mich lange mit einer Tätigkeit beschäftigt habe.
Teil 2 – Frage 2 von 10
Wenn ich mich auf eine Tätigkeit konzentriere, bemerke ich oft nicht, dass ich auf die Toilette muss.
Teil 2 – Frage 3 von 10
Wenn ich mich für ein Thema interessiere, lerne ich gern alles, was ich darüber erfahren kann.
Teil 2 – Frage 4 von 10
Ich verliere oft das Zeitgefühl, wenn ich einer Tätigkeit nachgehe, die ich leidenschaftlich gerne mache.
Teil 2 – Frage 5 von 10
Man sagt mir, dass ich auf Dinge fixiert bin.
Teil 2 – Frage 6 von 10
Es fällt mir schwer, mich mit einer Aufgabe zu beschäftigen, die mich nicht interessiert, selbst wenn sie wichtig ist.
Teil 2 – Frage 7 von 10
Ich konzentriere mich oft so sehr auf Aktivitäten, die mich interessieren, dass ich andere Ereignisse gar nicht mehr wahrnehme.
Teil 2 – Frage 8 von 10
Ich interessiere mich in der Regel nur für wenige Themen gleichzeitig.
Teil 2 – Frage 9 von 10
Wenn ich mich auf eine Tätigkeit konzentriere, merke ich oft nicht, dass ich durstig oder hungrig bin.
Teil 2 – Frage 10 von 10
Es ist beunruhigend, wenn ich unerwartet von etwas weggezogen werde, mit dem ich gerade beschäftigt bin.
Teil 3 – Frage 1 von 10
Ich bin oft übermäßig kritisch mit mir selbst.
Teil 3 – Frage 2 von 10
Ich kann mich nur schwer konzentrieren, es sei denn, die Aufgabe interessiert mich wirklich.
Teil 3 – Frage 3 von 10
Ich habe oft Probleme damit, mit einer Aufgabe anzufangen.
Teil 3 – Frage 4 von 10
Ich verliere schnell das Interesse an Dingen.
Teil 3 – Frage 5 von 10
Dinge, die ich sehe oder höre, lenken mich leicht von meiner aktuellen Tätigkeit ab.
Teil 3 – Frage 6 von 10
Es fällt mir schwer, für längere Zeit an einem Ort zu bleiben.
Teil 3 – Frage 7 von 10
Manchmal bin ich so in etwas vertieft, dass ich meine Umgebung nicht wahrnehme, während ich mich in anderen Momenten leicht ablenken lasse.
Teil 3 – Frage 8 von 10
Ich neige dazu, andere beim Sprechen zu unterbrechen.
Teil 3 – Frage 9 von 10
Ich fühle mich oft rastlos, als wäre ich ständig in Bewegung.
Teil 3 – Frage 10 von 10
Es fällt mir schwer, mehrere Dinge gleichzeitig im Auge zu behalten.
Teil 4 – Frage 1 von 10
Manchmal weiß ich nicht, was in mir vorgeht.
Teil 4 – Frage 2 von 10
Oft erkenne ich nicht, wann ich wütend bin.
Teil 4 – Frage 3 von 10
Es ist schwierig für mich zu beschreiben, wie ich anderen gegenüber empfinde.
Teil 4 – Frage 4 von 10
Es fällt mir schwer, die richtigen Worte für meine Gefühle zu finden.
Teil 4 – Frage 5 von 10
Ich habe körperliche Empfindungen, die selbst Ärzte nicht verstehen.
Teil 4 – Frage 6 von 10
Oft ist mir unklar, was ich gerade fühle.
Teil 4 – Frage 7 von 10
Ich bin häufig verwirrt über meine körperlichen Empfindungen.
Teil 4 – Frage 8 von 10
Wenn ich aufgeregt bin, weiß ich oft nicht, ob ich traurig, ängstlich oder wütend bin.
Teil 4 – Frage 9 von 10
Manchmal habe ich Gefühle, die ich nicht richtig einordnen kann.
Teil 4 – Frage 10 von 10
Es fällt mir leicht, meine Gefühle zu beschreiben.
Teil 5 – Frage 1 von 10
Ich spüre meine Emotionen oft körperlich, als hätte ich einen Schlag in die Brust bekommen oder wäre „verwundet“.
Teil 5 – Frage 2 von 10
Ich schäme mich, dass ich meine Emotionen nicht besser unter Kontrolle habe.
Teil 5 – Frage 3 von 10
Ich bin mein schärfster Kritiker.
Teil 5 – Frage 4 von 10
Ich erlebe plötzliche, extreme Traurigkeit, wenn ich denke, dass ich abgelehnt oder kritisiert wurde.
Teil 5 – Frage 5 von 10
Ich vermeide es, neue Leute kennenzulernen oder neue Dinge auszuprobieren, weil meine Angst vor Ablehnung und Kritik so stark ist.
Teil 5 – Frage 6 von 10
In sozialen Situationen fühle ich mich ängstlich, weil ich davon ausgehe, dass mich niemand mag.
Teil 5 – Frage 7 von 10
Ich erlebe plötzliche, intensive Wutausbrüche, wenn meine Gefühle verletzt werden.
Teil 5 – Frage 8 von 10
Man hat mich schon als „überempfindlich“ oder „übertrieben emotional“ bezeichnet, wegen meiner starken emotionalen Reaktionen.
Teil 5 – Frage 9 von 10
Ich gehe engen Freundschaften oder romantischen Beziehungen aus dem Weg, weil ich befürchte, dass andere mich nicht mögen würden, wenn sie mich wirklich kennen.
Teil 5 – Frage 10 von 10
Ich lehne Chancen ab oder vermeide es, neue Projekte zu starten, aus Angst zu scheitern.
Teil 6 – Frage 1 von 10
In Gesprächen achte ich darauf, meinen Gesprächspartnern das zu sagen, was sie hören wollen.
Teil 6 – Frage 2 von 10
Ich mache mir vorab Gedanken zu meinem Sozialverhalten, z.B. wie ich mich verhalten möchte oder worauf ich achten muss.
Teil 6 – Frage 3 von 10
Es fällt mir leicht, ich zu sein und dabei soziale Situationen zu meistern.
Teil 6 – Frage 4 von 10
Ich unterdrücke oft meine natürlichen Reaktionen, um nicht aufzufallen.
Teil 6 – Frage 5 von 10
Ich tue in sozialen Situationen so, als wäre ich normal - fühle mich aber nicht so.
Teil 6 – Frage 6 von 10
Manchmal beobachte ich, wie andere sich geben - und versuche dann, das zu übernehmen.
Teil 6 – Frage 7 von 10
Ich denke immer darüber nach, welchen Eindruck ich auf andere Menschen mache.
Teil 6 – Frage 8 von 10
Ich verstecke manche der Eigenschaften, die mich besonders machen, weil ich Angst vor Ablehnung habe.
Teil 6 – Frage 9 von 10
Ich fühle mich nicht wirklich authentisch in sozialen Situationen.
Teil 6 – Frage 10 von 10
Ich fühle mich frei, ich selbst zu sein, wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin.